Comeback – und zwar für den Mercedes CLA Shooting Brake. Kurz nach der Limo zeigen die Schwaben den Kombi. Auch dieser rollt zuerst als Stromer zum Händler. Start ist allerdings erst im nächsten Jahr.
Mercedes-Benz präsentiert mit dem neuen CLA Shooting Brake seinen ersten vollelektrischen Shooting Brake. Dieser paart sportliches Design, eine hohe Reichweite sowie ein großzügiges Platzangebot.
Shooting Brake: Mehr Platz, mehr Flexibilität
Im Vergleich zum Vorgänger ist die Neuauflage jedenfalls dezent gewachsen. In der Länge legt der CLA Shooting Brake um 35 auf 4.723 mm zu. Die Breite (mit Spiegel) um 22 auf 2.021 mm, die Höhe um 27 auf 1,469 mm zu. Der Radstand wächst gar um 61 auf nun exakt 2.790 mm.
Entsprechend verspricht der neue Mercedes CLA Shooting Brake mehr Raum als sein Vorgänger. Wobei: Der Kofferraum fasst mit 455 fortan 30 l weniger. Bei umgeklappten Rücksitze sinkt das Volumen sogar um 60 auf nur noch 1.290 l. Dafür bieten die E-Modelle einen zusätzlichen Frunk mit 101 l Volumen. Die Dachlast gibt Mercedes mit 75 kg an. Die Anhängelast (gebremst) mit 1.500 kg für die Fronttriebler bzw. sogar mit 1.800 kg für die Allradmodelle.
Das länger gezogene Dach und größere Türen versprechen mehr Kopffreiheit im Fond (+26 mm) sowie einen bequemeren Einstieg. Die Rücksitze lassen sich in Serie im Verhältnis 40:20:40 umklappen. Die elektrische EASY‑PACK Heckklappe ist ebenso wie ein Netz, Verzurrösen und eine Steckdose Serie. HANDS‑FREE ACCESS geht optional.
Stilvolles Design mit starker Lichtsignatur
Der CLA Shooting Brake teilt sich das sportliche Design bis zur B-Säule mit dem jüngst präsentierten CLA Coupé dritter Generation. Highlights sind unter anderem
- das Frontpanel mit 142 LED-Sternen und leuchtende Mercedes Pattern
- sternförmige Rückleuchten mit Lichtband
- ein Glasdach, das sich nahtlos bis zum Heck zieht

Optional ist ein Panoramadach erhältlich, dessen Transparenz je nach Wunsch durchsichtig oder milchig ist. Der Clou ist die integrierte Ambientebeleuchtung, die im Dunklen einen leuchtenden Sternenhimmel mit 158 LED-Sternen erzeugt.
Mercedes CLA Shooting Brake Reichweite
Zum Händler rollt die Neuauflage wie erwähnt zuerst vollelektrisch. Ein Akku mit 85 kWh verspricht bis zu 761 km Reichweite (CLA 250+) nach WLTP. Dank 800-Volt-Technologie lädt die Batterie in nur 10 Minuten Strom für bis zu 310 km. DC-Laden ist übrigens mit bis zu 320 kW, AC-Laden daheim mit bis zu 22 kW möglich.
Zum Start sind vorerst zwei Modelle erhältlich.
| CLA 250+ | CLA 350 4MATIC | |
| Antrieb | Heck | Allrad |
| Leistung (kW/PS) | 200/272 | 260/354 |
| Drehmoment (Nm) | 335 | 515 |
| Sprint 0-100 km/h | 6,8 s | 5,0 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 210 km/h | 210 km/h |
| Verbrauch (WLTP) | 12,7-15,2 kWh/100 km | 13,2-15,7 kWh/100 km |
| Reichweite (WLTP) | 760 km | 730 km |
| DC-Laden 10 min. (WLTP) | 310 km | 300 km |
Anfang 2026 will Mercedes weitere batterieelektrische Varianten nachschieben. Ansonsten erlaubt das neue Zwei-Gang-Getriebe eine schnelle Beschleunigung ebenso wie effizientes Langstreckenfahren. Bis zu 200 kW Rekuperation verlängern die Reichweite.
Die Basis des CLA Shooting Brake stellt übrigens – wie beim Coupé – die neue Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA). Diese ermöglicht eine flexible Bauweise mit E-Antrieb oder 48V-Hybrid. Tatsächlich will Mercedes den CLA Shooting Brake ab 2026 auch mit 48-Volt-Hybrid anbieten. Der E-Motor ist dann samt Wechselrichter im 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe integriert. So können die Mildhybride in der City sogar rein elektrisch fahren sowie bis 100 km/h segeln.
Mercedes CLA Shooting Brake Interieur
Das Interieur des CLA-Kombis zeigt schließlich ein neues Design mit einer gewissen Leichtigkeit. Dafür sorgen eine zweistöckige Mittelkonsole, „schwebende“ Türverkleidungen und der MBUX Superscreen mit bis zu drei Displays.

Jener Superscreen geht allerdings wieder optional. Dafür erstreckt sich dieser über die gesamte Breite des Interieurs. Freilich kein Wunder, besteht der MBUX Superscreen doch aus einem
- Fahrerdisplay in 10,25 Zoll (26 cm)
- Zentraldisplay in 14 Zoll (35,6 cm)
- Screen für den Beifahrer in 14 Zoll (35,6 cm)
Wobei der Beifahrerscreen wieder Aufpreis kostet. Ansonsten verspricht Mercedes ein „kontinuierlich wachsendes App-Portfolio“. Dieses umfasst zum Beispiel Videostreaming per Disney+ und Sony RIDEVU oder Video-Spiele über Boosteroid. Beim Fahren kann natürlich nur der Beifahrer zocken. Der Fahrer genießt derweil zusätzliche Infos über ein Head-up-Display in 12,2 Zoll (31 cm). Wenn auch nur wieder gegen Aufpreis.
Digital ist der Mercedes CLA Shooting Brake jedenfalls extrem aufgerüstet – dank MB.OS und der neuesten (vierte) MBUX-Generation. Diesem ist übrigens ein KI-Assistenten von Microsoft, ChatGPT und Google Gemini integriert. So kann der MBUX Virtual Assistant nicht nur komplexe Dialoge führen, sondern sogar Emotionen erkennen. Sowie natürlich als Navi dienen. Updates „over the air“ halten Software und Funktionen aktuell.
Ausstattung: Serie und Optionen
Apropos Navi: Die Google Maps-basierte Navigation passt sich in Echtzeit an. Ladezeiten und Streckenführung optimiert das System so automatisch. Und zwar inklusive Vorkonditionierung der Batterie fürs Schnellladen. Auch Tipps zum Energie sparen sind integriert.

Überhaupt geizen die Schwaben in punkto Ausstattung wenig. Serie sind schon im Basismodell (Progressive Line):
- LED High Performance-Scheinwerfer
- Komfortsitze mit Sitzheizung
- Multifunktionslenkrad in Leder
- Selfie-Kamera mit Gesichtserkennung
- USB-C-Anschlüsse (100 W) vorne & hinten
- digitale Navigation und Ladeplanung via MB.CHARGE Public
Zusätzliche Pakete wie AMG Line oder AMG Line Plus versprechen Optionen zur Individualisierung. Optional gehen zudem Features wie die Ambientebeleuchtung, diverse Zierteile, Ledernachbildungen oder Echtleder in verschiedenen Farben.
Auf den Markt kommt der neue Mercedes CLA Shooting Brake im März 2026. Zuerst wie gesagt als Vollstromer, den Mercedes mittlerweile mit dem Zusatz „mit EQ Technologie“ vermarktet. Preise sind noch keine bekannt.
Bilder: Mercedes