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Range Rover

Mit dem Range Rover stellt der Hersteller Land Rover einen Geländewagen der Oberklasse, wobei das Modell bereits 1970 auf den Markt kam. Tatsächlich ist der Offroader zum Ende der 1960er ausgetüftelt und Mitte 1070 präsentiert wurden. Schon damals baute der Range Rover auf permanenten Allrad, Schraubenfederung und einen V8 mit 3,5 Litern Hubraum - eine Revolution.

Heute hingegen gilt der Range Rover unter Experten wie etwa auch der Toyota RAV4 als einer der Pioniere, die den SUV zum heutigen Boom verhalfen. Allerdings ist der Range Rover noch ein echter Offroader und zeigt gerade im Gelände seine wahren Fähigkeiten, trotzdem bietet der Brite Komfort.

Range Rover: Vom Modell zur Marke

Interessant ist allerdings noch weitaus mehr, geht es um die Geschichte des Range Rover. Wie der Land Rover nämlich war der Range Rover anfangs ein Modell der britischen Marke Rover, schließlich nahm Eigentümer British Leyland Motor Corporation (BLMC) einige Umstrukturierungen vor. Kurzum wurden die (Teil)Marken Rover, Land Rover und Range Rover geschaffen.

Land Rover und Range Rover jedenfalls wurden unter der Marke Land Rover zusammen gefasst, wobei diese Marke wie Jaguar später an Ford ging und noch später an Tata Motors verkauft wurde. Mittlerweile ist die Marke Range Rover neben dem Modell Range Rover um die (kleineren) Modelle Range Rover Sport (2005) und Range Rover Evoque (2011) erweitert wurden, womit Range Rover quasi ebenso viele Modelle wie Land Rover - Defender, Freelander und Discovery - bietet.

Range Rover: Erste Generation 1070 bis 1996

Die erste Generation des Range Rover wurde schließlich über 26 Jahre von 1970 bis 1996 gebaut, angeboten wurde der Offroader mit Steilheck als Drei- und Fünftürer. Die erste Generation des Geländewagens wird heute gern als Range Rover Classic bezeichnet und ist wohl ebenso legendär wie der Toyota Landcruiser. In seinen 26 Jahren Bauzeit jedenfalls wurde der Range Rover Classic ständig weiterentwickelt, auch optisch wurde der Offroader immer moderner.

Die Basis stellte ein Leiterrahmen, der ebenso bewährt wie robust war. 1984 bekam der Motor eine Einspritzanlage, 1989 wurde der Hub von 3,5 auf 3,9 Liter (173 PS) vergrößert. 1992 folgte der Range Rover LSE, der genau 203 Millimeter länger war und sogar 4,2 Liter Hubraum zeigte, außerdem eine Luftfederung. Ohne jegliche Modifikation durchpflügte der Range Rover Classic dank seiner langen Achs-Federwege und der Bodenfreiheit jedes Gelände, bot gleichermaßen aber Luxus und Komfort.

Range Rover Classic: Zuerst als Zweitürer

Anfangs wurde der Range Rover Classic allerdings allein als Dreitürer angeboten, obwohl durchaus Nachfrage für einen Fünftürer bestand. Rover jedoch fehlte das Geld, schließlich wurde die Idee vom Schweizer Sportwagenbauer Monteverdi umgesetzt, weswegen die Version in manchen Ländern als Range Rover Monteverdi verkauft wurde. Selbst das britische Königshaus übernahm zwei dieser seltenen Modelle.

Ab 1982 wurde der Fünftürer direkt bei Land Rover gebaut, bis dahin wurden bei Monteverdi oder zumindest im Auftrag von Monteverdi 167 Modelle des Fünftürers gebaut, die meisten sollten die Schweiz allerdings nie verlassen. Neben den Benziner gab es später zudem noch einen Diesel mit 2,4 Litern und 106 PS...

Range Rover P38a: Zweite Generation 1994 bis 2001

1994 bis 2001 folgte dem Range Rover Classic die zweite Generation, der weiterhin mit Steilheck, aber allein als Fünftürer ausgelegt war, der Leiterrahmen blieb. Die Entwicklung des P38a begann bereits 1988, parallel kam mit dem Land Rover Discovery ein neuer Geländewagen auf den Markt, der die Lücke zwischen dem Range Rover als Luxus-Modell und dem Land Rover Defender als rustikalen Offroader schliessen sollte.

Intern nannte man die Entwicklung des neuen Range Rover wegen seiner Luftfederung „Pegasus“, später „Projekt 38a“ nach dem Gebäude, wo der neue Range Rover entstand. Kurzerhand wurde das Design des Range Rover Classic in ihrem Ursprung beibehalten, was allerdings gar nicht so einfach war und beispielsweise auch namhafte (Design)Firmen wie Pininfarina, Italdesign oder Bertone einschloss.

Range Rover in zweiter Generation...

September 1994 wurde der zweite Range Rover endlich präsentiert, wobei der neue Offroader das erste Modell seit der Rover-Übernahme durch BMW war. Im Gegensatz zur ersten Generation wurde der Range Rover 38a nur sieben Jahre bis 2001 produziert, wobei das neue Modell in allen Maßen mehr oder minder deutlich zugelegt hatte.

Als Motoren standen dem Range Rover 38a drei Antriebe zur Verfügung, zwei Benziner und ein Diesel. Die Benziner, beide als V8, kamen auf 195 bis 190 PS in der 4,0-Liter-Version und 218 bis 224 in der 4,6-Liter-Variante. Der Diesel - von BMW - als Reihensechszylinder leistete aus 2,5 Liter Hubraum und Turbo 136 PS.

New Range Rover: Dritte Generation seit 2002

Januar 2002 kam mit dem New Range Rover die dritte Generation des Briten-Offroaders in den Handel, der wieder als Steilheckmodell und Fünftürer konzipiert war. Statt Leiterrahmen baut der New Range Rover nun auf eine selbsttragende Karosserie und Einzelradaufhängung, optisch wurde das traditionelle Design in einem modernem Look beibehalten, die Maßen sind mitunter deutlich gewachsen. Intern L322 genannt wurde der New Range Rover noch von BMW entwickelt, was nach dem Verkauf an Ford jedoch zu einem Problem wurde.

Zwar lieferte BMW weiterhin Motoren und andere Komponenten, weiterentwickelt wurden die Motoren allerdings nicht mehr. Zwei Jahre nach Markteinführung erfuhr der New Range Rover daher etliche Neuerungen, der BMW-V8 wurde durch den Supercharged-Motor (Supercharged gleich Kompressor) von Jaguar ersetzt, ebenso die 5-Gang-Automatik durch eine 6-Gang-Automatik und die Torsen-Sperre durch eine elektronische Lamellenkupplung.

New Range Rover: Neue Motoren

Ende 2006 folgte dem Supercharged-Benziner ein V8-Diesel mit 3,6 Litern Hub und Doppelturbo, der 272 PS und 640 Nm Drehmoment leistet und zusammen mit PSA (Citroen und Peugeot) entwickelt wurde. 2008 schließlich wurde der V8-Sauger gestrichen, weswegen der New Range Rover wie der kleinere (und nicht verwandte) Range Rover Sport derzeit nur einen Benziner (V8 Supercharged) mit 510 PS und 625 Nm aus 5,0 Litern so wie einen Diesel (TDV8) mit 313 PS und 700 Nm aus 4,4 Litern (seit 2010) offeriert.

Seine Konkurrenz findet der Range Rover, aktuell ab rund 88.500 Euro zu haben, in Modellen wie die Mercedes G-Klasse, Jeep Grand Cherokee oder Mitsubishi Pajero, wobei der Japaner deutlich billiger ist. Kleine Randnotiz: Der Range Rover war 1979 das erste Modell, dass die Rallye Paris-Dakar gewann, 1983 wieder übernahm der Land Rover Defender 90/110 das Fahrwerk des Offroaders...

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