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VW Golf

Mit dem Golf stellt der Autobauer Volkswagen aus Wolfsburg seit 1974 ein Kompaktmodell auf die Räder, das vor allem in der deutschen Heimat unangefochten Marktführer in seinem Segment ist. Tatsächlich ist der VW Golf heute der erfolgreichste Volkswagen aller Zeiten, selbst den VW Käfer hat der Golf in punkto Verkaufszahlen längst abgehängt.

Gebaut wird der VW Golf in mittlerweile sechster Generation, 2008 kam der Golf VI ins Autohaus...

VW Golf I: 1973 bis 1983

Allein der erste VW Golf wurde von 1974 bis 1983 gebaut und dabei 6,2 Millionen Mal verkauft. Parallel wurden bei Karmann 389.000 Cabrios vom VW Golf I produziert, außerdem weitere 200.000 Modelle des VW Caddy Pick-up, welcher ebenfalls auf dem Kompakten basierte. Entwickelt mitten in einer VW-Krise wurde der VW Golf I zusammen mit dem ein Jahr zuvor eingeführten VW Passat zum großen Retter, zu lange hatte Volkswagen auf den Vorgänger Käfer gebaut.

Das Konzept mit Frontantrieb und wassergekühlten Motoren war gänzlich neu, Designer war der Italiener Giorgio Giugiaro, die Motoren „sponserten“ die Konzernbrüder Audi 50 und der Audi A4 Vorgänger Audi 80. Prompt wurde der VW Golf I zum Hit, der Kompakte war ebenso sportlich wie sparsam, die erste Ölkrise 1973/74 hatte Spuren hinterlassen. 1977 erfuhr der VW Golf I schließlich eine Modellpflege, außerdem wurden zahlreiche Modelle abgeleitet: Golf Diesel, Golf GTI (beide 1976) als Sport-Version, VW Jetta (1979) als Stufenheck-Version, Golf Cabrio (1979), Golf GTD (1982) als „Spar-Version“, VW Caddy (1983)...

Erste Generation: Export und DDR-Geschäfte

1976 waren bereits eine Million Modelle vom VW Golf I gefertigt, im gleichen Jahr eröffnete Volkswagen ein neues Produktionswerk in den USA (Westmoreland/Pennsylvania), wo das Kompaktmodell als VW Rabbit verkauft wurde. In Südafrika wurde der VW Golf I sogar bis 2009 produziert, seit 1978 außerdem als VW City Golf in Uitenhage gebaut.

Selbst in die ehemalige DDR wurden ab 1978 ganze 10.000 Modelle des VW Golf I offiziell geliefert, im Gegenzug erhielt Volkswagen Pressen und Werkzeugmaschinen. Der Konkurrent zu Opel Kadett C/D, Ford Escort oder Fiat Ritmo kostete 1974 in seiner Basisversion mit 50 PS gerade mal 7.995 DM, was heute „umgerechnet“ rund 10.800 Euro entsprechen würde.

VW Golf II: 1983 bis 1992

1983 kam der VW Golf II als zweite Generation auf den Markt, in zehn Jahren wurden 6,3 Millionen Kompaktmodelle verkauft. Optisch folgte der VW Golf II dem typischen Schrägheck-Design der ersten Generation, jedoch weniger kantig. Außerdem wurde der VW Golf II um 17 Zentimeter länger, ebenfalls im Radstand um 7,5 Zentimeter gestreckt. Verbessert wurden die passive Sicherheit und der Korrosionsschutz, die erste Generation litt mitunter böse an Rost.

Ab dem Golf II wurden sämtliche innenliegenden Blechteile verkleidet, erstmals wurde Servolenkung, ABS (ab 1987), elektrische Fensterheber, Pollenfilter oder Zentralverriegelung angeboten - als teure Extras. 1987 bekam der VW Golf II eine Modellpflege, bei welcher beispielsweise die Dreiecksfenster in den vorderen Türen verschwanden.

Golf: Zehn Millionen Modelle in 1988

1988 lief der zehnmillionste VW Golf vom Band, 1989 folgte ein zweites Facelift, 1989 prompt ein drittes. 1992 schließlich wurde der Golf II im VW-Werk Zwickau eingestellt, seit 1991 lief in Wolfsburg bereits der Golf III vom Band - bis 1992 war das Basismodell „Function“ nur ein Golf II...

Vom Design her präsentierte sich der neue VW Golf III ab 1991 bis 1997 deutlich frischer, runder, moderner, agiler. Die bisher runden Scheinwerfer wurden in die Breite gezogen, neu waren Sechszylinder-Motoren und Turbodiesel (TDI). In nur sechs Jahren Bauzeit wurde der VW Golf III in einer Stückzahl von 4.805.900 Modellen produziert, der letzte „3er“ wurde im Dezember 1997 in Wolfsburg gebaut.

VW Golf III: 1992 bis 1997

Erstmals wurde der VW Golf 1992 (optional) mit Airbag angeboten, 1993 schuf Volkswagen mit dem neuen VW Golf Variant eine zusätzliche Kombi-Version. 1997 folgten (wieder optional) Seitenairbags, ABS hingegen gab es in Serie, die neuen Ausstattungen „Trendline“ und „Comfortline“ kamen auf.

1997 wurde der letzte VW Golf III produziert, 1999 lief der Kombi Variant aus, die Cabrio-Version sogar erst 2001. Wie gehabt gab es den VW Golf III als GTI-Version, zwischen 1991 und 1995 sorgte der Lopez-Effekt (billige Bauteile in der Zeit von VW-Manager Lopez) für eine erhöhte Rostanfälligkeit, mit der 1995er Modellpflege aber wurden die Probleme überwunden. „Prominente“ Konkurrenten des VW Golf III waren beispielsweise der Opel Astra F oder der Ford Escort...

VW Golf IV: 1997 bis 2003

1997 folgte die vierte Generation, ergo der VW Golf IV. Seit 1998 wird der Allrad 4MOTION offeriert, 2001 feierte Volkswagen 25 Jahre Golf GTI, ab 2002 ist der Golf IV mit Kopfairbags in Serie ausgestattet. Ebenfalls in 2002 wurde der Kompakte erstmals mit Erdgasantrieb als VW Golf BiFuel angeboten, im gleichen Jahr wurde das VW Golf IV Cabriolet gestrichen.

Interessant: So erfolgreich der VW Golf IV im TÜV Report 2007 war, so groß waren auch seine Kritiken. Wegen Konstruktionsmängel soll der VW Golf IV unter etlichen - und teuren - Reparaturen gelitten haben, beispielsweise konnten Seitenscheiben plötzlich herunterfallen, außerdem gab es etliche Fehler in der Komfortelektronik. Trotzdem lief der VW Golf IV in Nordamerika bis 2006, in Brasilien erfuhr die vierte Generation noch in 2007 eine Modellpflege, im gleichen Jahr wurde der „4er“ in China noch als Bora HS verkauft. Größte Konkurrenten für den VW Golf IV waren übrigens der Opel Astra G und die Ford-Modelle Escort und Focus...

VW Golf V: 2003 bis 2008

Anno 2003 löste der VW Golf V die vierte Generation des Kompaktmodells ab, nun mit ESP, ASR (Antischlupfregelung), Bremsassistent oder sechs Airbags an Bord. Optisch zeigte sich der VW Golf V vor allem in der Frontpartie anders, die Scheinwerfer verjüngten sich deutlich mehr zum Kühlergrill hin, die Motorhaube wies ausgehend vom Grill zwei diagonale Sicken auf.

Neu waren ebenfalls die FSI-Motoren, weniger neu die GTI-Version oder der Golf R32. Wieder neu war der VW Golf BlueMotion, 2007 präsentierte Volkswagen die besondere „Spar-Version“ mit TDI und 105 PS (77 kW) nach entsprechenden Modellen von Polo und Passat auf der IAA. Im Gegensatz zum normalen TDI-Golf konnte die BlueMotion-Version rund zwölf Prozent oder 0,6 Liter Diesel einsparen, die Mehrkosten lagen bei gerade mal 315 Euro. Ebenfalls neu war eine Art „Hochdach-Golf“, der VW Golf Plus, mit welchen Volkswagen seither einen Minivan vertreibt.

VW Golf VI: Sechste Generation seit 2008

Die aktuell sechste Generation, der VW Golf VI, kam 2008 als Gegner zu Opel Astra und Ford Focus in den Handel, die Plattform PQ35 ist die gleiche wie beim Vorgänger und wird beispielsweise auch von den Konzerngeschwistern Audi A3 II, Audi TT II, Seat Altea und Altea XL, Seat Leon II, Skoda Octavia und natürlich den VW-Modellen Jetta, Caddy Life, Tiguan und Touran genutzt.

Optisch fällt der breite und flache Kühlergrill auf, welchen auch der neue VW Scirocco zeigt, das Heck ist ebenfalls neu, die Ur-Form in der Seitenlinie hingegen ist die alte. Technisch wieder ist der (Fahrer)Knieairbag neu, außerdem die Schalldämmung, Parklenkassistent, Rückfahrkamera, adaptive Fahrwerksregelung, dynamisches Abbiegelicht oder der VW Golf BiFuel mit alternativen Antrieb via Autogas (LPG). Beim Euro NCAP Crashtest gab es für den VW Golf VI prompt fünf von Sterne für den Insassenschutz, vier von fünf für Kindersicherheit, drei von vier für Fußgängersicherheit...

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