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Chrysler Grand Voyager

Mit dem Grand Voyager stellt der US-Hersteller Chrysler seit 1984 einen Van auf die Räder, der zuerst allein als Chrysler Voyager vermarktet wurde. Mit der zweiten Generation ab 1991 kam der Chrysler Voyager auch auf den europäischen Markt, im Zuge der Zusammenlegung mit der italienischen Marke Lancia wird der Chrysler Grand Voyager allerdings vom hiesigen Markt verschwinden und fortan unter Lancia-Branding vertrieben.

Chrysler Voyager I: 1984 bis 1990

Die erste Generation des Chrysler Voyager rollte 1984 bis 1990 vom Produktionsband, wobei der Van zuerst als Plymouth Voyager vertrieben wurde. Außerdem wurde das Modell in modifizierter Art als Dodge Caravan angeboten, 1987 folgte schließlich eine zweite Version mit langen Radstand als Plymouth Grand Voyager. Zur Wahl standen Front- wie ebenso Allradantrieb.

1988 kam der Voyager auch in Europa auf den Markt, und zwar als Chrysler Voyager. Konkurrenz fand der Chrysler Voyager zu der Zeit kaum, tatsächlich ist einzig der Renault Espace als solche zu nennen. Von der Optik her ähnelte der erste Voyager übrigens mehr einem Kleinbus, die in Amerika als Van vermarktet werden...

Chrysler Voyager II: 1991 bis 1995

1991 bis 1995 folgte die zweite Generation des Chrysler Voyager, ab 1991 wurde die Modelle für Europa in Graz/Österreich bei Magna-Steyr (damals noch Eurostarwerk) gebaut statt diese wie bisher aus Amerika zu importieren. Einmal mehr wurden zwei Version mit kurzen und langen Radstand als Chrysler Voyager und Chrysler Grand Voyager angepriesen, optisch sah der Van wie ein Crossover aus Großraumlimousine und Kleinbus aus.

Als Motoren standen dem Chrysler Voyager wie ebenso dessen Grand-Version Benziner mit 116 bis 175 PS aus 2,5 bis 3,8 Liter Hub zur Verfügung, ein 3,0-Liter-Benziner wurde bei Mitsubishi eingekauft. Ab 1991 gab es zudem einen 2,5-Liter-Diesel mit 116 PS, der von VM Motori geliefert wurde.

Chrysler Voyager III: 1996 bis 2000

1996 bis 2000 wurde der Chrysler Voyager Schrägstrich Chrysler Grand Voyager in dritter Generation gebaut, die Optik näherte sich nun zu einem europäischen Van und ergo einer (hierzulande) typischen Großraumlimousine ohne jeden Kleinbus-Charakter. Die Version mit kurzen Radstand kam auf 4,73 Meter Länge, der Chrysler Grand Voyager auf 5,07 Meter.

Die amerikanischen Modelle Plymouth Voyager und Dodge Caravan waren nahezu identisch, 2000 allerdings wurde die Marke Plymouth eingestellt, weswegen das Modell in (Nord)Amerika nun ebenfalls als Chrysler vermarktet wurde. Im Euro NCAP-Crashtest machte der Voyager schließlich keine gute Figur und fuhr nur magere zwei von fünf Sterne ein.

Chrysler Voyager IV: 2001 bis 2007

Der vierte Chrysler Voyager von 2001 bis 2007 war das erste Modell, das quasi offiziell den typischen Chrysler-Kühlergrill zeigte. Auf dem US-Markt wurde der Voyager in 2004 in Chrysler Town and Country umbenannt, parallel wurde das Modell als Dodge Caravan angeboten. Unter der Haube fand sich ein neuer Diesel mit Technik aus Deutschland, genauer mit einer Einspritzung von Bosch.

Ende 2004 erfuhr der Voyager eine Modellpflege, bei welcher ein neues Sitzsystem eingeführt wurde. Fortan konnten beide hinteren Sitzreihen komplett om Fahrzeugboden versenkt werden, im Euro NCAP-Crashtest fuhr der Van allerdings nur noch 1,5 Sterne von fünf ein. Interessant: Die Version mit Linkslenker brachte es auf vier bis fünf von fünf Sternen...

Chrysler Grand Voyager V: Seit 2008

2008 folgte die fünfte Generation des Voyager, die nur noch als Langversion und somit allein als Chrysler Grand Voyager angeboten wird, in Amerika wiederum als Chrysler Town and Country. Baugleiche Modelle - in Amerika - sind der Dodge Caravan und der VW Routan, als Motoren sind ein V6-Benziner mit 193 PS aus 3,8 Litern sowie (außer in den USA) ein 2,8-Liter-Diesel mit 163 PS zu ordern.

2011/2012 verschwindet der Van vom europäischen Markt und wird fortan als Lancia Voyager und Erbe des Lancia Phedra angeboten, ähnlich wie das bei den Modellen Chrysler 200 und Lancia Flavia respektive Chrysler 300 und Lancia Thema geschieht. Grund ist die Zusammenlegung der Marken Chrysler und Lancia nach der Chrysler-Übernahme durch Fiat, wobei Chrysler künftig den Amerika-Markt bedienen wird, Lancia wieder den Europa-Markt. Konkurrenmodelle findet der Grand Voyager übrigens in anderen 7-Sitzer-Vans wie Opel Zafira, Citroen Grand C4 Picasso, Dacia Logan MCV, Ford Grand C-Max, Kia Carens, Mazda5, Peugeot 5008, Renault Grand Scenic, Toyota Verso oder VW Touran...

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