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Daimler

Daimler respektive die Daimler AG mit Sitz im schwäbischen Stuttgart ist ein deutscher Autobauer, der unter seinem eigenen Label ähnlich General Motors allerdings gar keine Autos vermarktet. Vielmehr gehören zur heutigen Daimler AG verschiedene Marken, die bekannteste ist Mercedes. Gegründet wurde die moderne Daimler AG 1998, tatsächlich reicht die Geschichte des Unternehmens jedoch zurück bis ins Jahr 1883.

Anno 1883 nämlich wurde von Carl Benz in Mannheim die „Benz & Cie. Rheinische Gasmotorfabrik“ aufgelegt, die 1926 mit der Daimler-Motoren-Gesellschaft fusionierte, gegründet 1890 von Gottlieb Daimler. Das neue Unternehmen hieß Daimler-Benz AG, November 1998 folgte der nächste große Coup, als sich der deutsche Autobauer mit dem amerikanischen Hersteller Chrysler - inklusive dessen Marken Jeep, Dodge und Plymouth - vereinte...

Daimler: Kurze Ehe mit Chrysler

Heraus kam die DaimlerChrysler AG, doch die deutsch-amerikanische Ehe sollte keine zehn Jahre überstehen. Auch wenn die Fusion „unter Gleichen“ (merger of equals) galt, war der Zusammenschluss eher eine Übernahme des amerikanischen Autobauers, Sitz der DaimlerChrysler AG war Stuttgart, die Aktiengesellschaft folgte deutschem Gesetz. Nur zwei Jahre nach der „Fusion“ wurde der damalige Daimler-Chef Jürgen Schrempp zum alleinigen Boss der DaimlerChrysler AG, später übernahm Dieter Zetsche das Ruder.

Zuerst lief die Ehe auch recht gut, prompt wurden im ersten Jahr knapp zehn Milliarden US-Dollar Gewinn eingefahren. 2005 ging DaimlerChrysler ein Joint Venture mit Hyundai und Mitsubishi ein, der Motorenbauer GEMA (Global Engine Manufacturing Alliance) wurde gegründet. 2006 kooperierten die Deutsch-Amerikaner sogar mit Chery Automobile aus China, 2007 ebenso mit Fiat im Bereich Nutzfahrzeuge. Zum März 2007 kamen - nach negativen Geschäftszahlen in 2000, 2001, 2003 und zuletzt wieder in 2006 sowie einen um Milliarden gesunkenen Firmenwert - erstmals Spekulationen über ein Ende der Ehe Daimler-Chrysler auf, bereits zum Mai wurde Chrysler mehrheitlich (80,1 Prozent) an den US-Investor Cerberus abgestoßen.

Daimler: Neustart ohne Chrysler

2007 begann für Daimler somit der Neubeginn, womit vor allem ein neuer Firmenname her musste. Das Problem: Die Namensrechte an Daimler lagen nicht bei Daimler, sondern bei der britischen Daimler Motor Company, der Gottlieb Daimler die Rechte am Namen „für alle Zeiten“ abgetreten hatte und die 1960 von Jaguar Cars aufgekauft wurden war. Jaguar wieder gehörte seit 1989 zur Ford Motor Company, von welcher Daimler für 20 Millionen US-Dollar (14 Millionen Euro) die Nutzungsrechte am eigentlich eigenen Namen erwarb.

Allerdings beruhen die Nutzungsrechte allein auf die Handels- und Firmenbezeichnung, Pkw-Modelle hingegen dürfen nicht als Daimler verkauft werden, weswegen die Bezeichnung Daimler für einen Mercedes schlichtweg falsch ist. Kurioserweise gehört der Name Daimler heute sogar dem indischen Hersteller Tata Motors, der Jaguar zusammen mit Land Rover 2008 von Ford übernommen hat.

Daimler: Viele Marken unter einem Dach

Für Lkws gilt der Verbot der Namensnutzung übrigens nicht, denn der Markenverkauf unter Gottlieb Daimler galt nur für Autos. Tatsächlich gehören heute zum „Hersteller“ Daimler Marken wie Daimler Trucks, Daimler Buses oder der Finanzdienstleister Daimler Financial Service. Bekannter allerdings dürften Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans sein, die quasi die alte Daimler-Motoren-Gesellschaft mit ins Boot brachte. Zu Mercedes-Benz Cars gehören außerdem die Edelmarke Maybach, der Kleinwagenbauer smart und der (Haus)Tuner AMG.

Weitere bekannte Marke in Daimler-Besitz sind Horex (1960), Hanomag-Henschel (1969/1970), AEG (1985), die Dornier-Werke (1985), Western Star Trucks (2000) oder Mitsubishi Fuso Trucks and Bus Corporation (2003). Von 1958 bis 1964 gehörte sogar die Auto Union und somit Audi zum Konzern. Größter Anteilseigner an der Daimler AG selbst sind wiederum Aabar Investments PJSC (Abu Dhabi) mit 9,0 Prozent, Kuwait Investment Authority mit 6,9 Prozent (Kuwait) sowie Renault-Nissan mit 3,1 Prozent, knapp 62 Prozent gehören institutionellen Investoren, etwas über 19 Prozent Privatanlegern. 2010 beschäftigte die Daimler AG weltweit über 260.000 Menschen und erwirtschaftete einen Umsatz von 97,76 Milliarden Euro.

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