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Chevrolet Camaro

Mit dem Camaro stellt US-Autobauer General Motors unter seiner US-Marke Chevrolet seit 1966 einen Sportwagen auf die Räder, dessen Art in den Staaten als Pony Car oder Muscle Car bezeichnet wird. Gebaut als Coupé oder Cabrio mit jeweils zwei Türen war der Chevrolet Camaro vor allem als Konkurrent zum ebenso legendären wie erfolgreichen Ford Mustang gedacht, ein ähnliches Konzept war übrigens der in Deutschland beliebte Opel Manta.

Generell war der Chevrolet Camaro mit V8-Motoren ausgestattet, die mehr als 200 PS Leistung lieferten, später wurden auch V6 und sogar Reihenvierzylinder eingebaut. Der Modellname soll sich vom französischen „camarade“ ableiten, was kurzerhand Freund oder eben Kamerad bedeutet. Interessant: Wurde der Camaro von 1966 bis 2002 in vier Generation gebaut, folgte die fünfte erst nach einer siebenjährigen Pause in 2009...

Chevrolet Camaro I: 1966 bis 1970

Basierend auf der neuen Nova-Plattform von Chevrolet kam der Camaro jedenfalls 1966 auf den Markt, als Schwestermodell galt der Pontiac Firebird. Angeboten als Coupé oder Cabrio bot der Chevrolet Camaro 80 Ausstattungsoptionen in drei Ausstattungslinien, als Topmodell galt der Chevrolet Camaro SS - für „Super Sport“ - mit bis zu 425 PS aus einem 6,5-Liter-V8.

Bekannt wurde der Camaro vor allem durch seinen Einsatz als Pace Car bei den Indy 500, vergleichbar mit dem Safety Car in der Formel 1. Über die Jahre wurde der Chevrolet Camaro schließlich fast von Jahr zu Jahr überarbeitet, das Topmodell schaffte bis zu 225 km/h Spitze, schluckte allerdings auch bis zu 22 Liter Super auf 100 Kilometer.

Chevrolet Camaro II: 1970 bis 1981

1970 folgte die zweite Generation, in welcher der Chevrolet Camaro in seinen Maßen angewachsen war. Das Design galt als „fast europäisch“, auffallend waren vor allem die von der Corvette übernommenen runden Rücklichter oder die fehlende B-Säule und die daraus resultierenden großen Türen. Ein Cabrio gab es in zweiter Generation nicht, tatsächlich war der Camaro von 1970 bis 1981 allein als Coupé zu haben, wobei die Antriebstechnik vom ersten Modell stammte.

1973 wurde der Super Sport gestrichen, neues Topmodell war der Chevrolet Camaro Z28. Die runden Heckleuchten wurden 1974 von eckigen Lampen ersetzt, 1975 fiel auch der Z28 weg - um 1977 sein Comeback zu feiern. 1979 wurde Front wie Heck überarbeitet, 282.571 Exemplare liefen vom Band. Als Motoren bot der Camaro II einen Reihensechszylinder mit 4,1 Litern, zwei V6 mit 3,8 Litern und schließlich etliche V8 mit 5,0 bis 7,4 Litern Hub.

Chevrolet Camaro III: 1982 bis 1993

Die dritte Generation des Camaro brachte Hersteller Chevrolet 1982 bis 1993 auf die Straße, neu waren Einspritzung, 4-Gang statt 3-Gang-Automatik, 5-Gang statt 4-Gang-Schaltgetriebe und - wegen der 1979er Ölkrise - ein Vierzylinder als Einstiegsmotor. Von der Zeitschrift „Motor Trend“ wurde der Chevrolet Camaro Z28 prompt zum „Auto des Jahres 1982“ gekürt, wobei die dritte Generation allgemein als „kurvenfreudig“ galt.

1982 war der Chevrolet Camaro wieder als Pace Car in Indianapolis im Einsatz, worauf rund 6.000 Pace-Car-Sondermodelle verkauft wurden. 1985 wurde als Hommage an die Rennserie International Race of Champions der Camaro IROC-Z geschaffen, mit verbesserten Fahrwerk, 16-Zoll-Felgen, ab 1986 schließlich mit 5,7-Liter-Maschine. Im gleichen Jahr wurde eine dritte Bremsleuchte Pflicht, die ab 1987 im Heckspoiler eingebaut war statt wie bisher aufgesetzt. Außerdem war der Chevrolet Camaro erstmals wieder als Cabrio zu haben, 1991 gab es noch einmal ein Facelift.

Chevrolet Camaro IV: 1993 bis 2002

1993 führte die vierte Generation des Chevrolet Camaro ein Design ein, dass mit dem kantigen Charme der ersten drei Generation quasi nichts mehr gemein hatte. Tatsächlich war der vierte Chevrolet Camaro eher rund gezeichnet, fast schon weich. Anfangs standen ein V6 mit 3,4 Litern und 160 PS (in Deutschland 148 PS) und ein V8 mit 5,7 Litern und 275 PS aus der Corvette zur Wahl, 1994 folgte die Cabrioversion. 1996 wurde der 3,4-Liter-V8 durch eine 3,8-Liter-Maschine ersetzt, auch der Chevrolet Camaro SS feierte ein Comeback.

1997 beging der Chevrolet Camaro seinen 30. Geburtstag, 1998 gab es eine große Modellpflege mit neuer Front und ebenso neuen Scheinwerfern. 2001 tauchten schließlich erste Gerüchte über ein Aus des Camaros auf, nur noch 29.009 Modelle wurden abgesetzt. Ein Jahr später wurde der Chevrolet Camaro tatsächlich eingestellt, der 35. Geburtstag wurde allerdings noch einmal mit einer Sonderedition geehrt. Der letzte Camaro wurde schließlich für wohltätige Zwecke und 71.500 US-Dollar versteigert...

Chevrolet Camaro: Comeback in 2009

2005 auf der Detroit Motor Show überraschte GM mit dem Camaro Concept inklusive V8 mit 400 PS und einem Retro-Design an den ersten Chevrolet Camaro. 2009 kehrte die Legende tatsächlich ins Autohaus zurück, wobei die Konstruktion bei der australischen GM-Tochter Holden erfolgte, die Produktion hingegen in Oshawa/Kanada. Im Design jedenfalls zeigt der fünfte Chevrolet Camaro wieder die guten alten Kanten und Ecken der ersten drei Generationen, welche das US Muscle Car legendär gemacht haben - gepaart mit modernem frischen Look.

Neben dem 3,6-Liter-V6 (305 PS) bietet Camaro Nummer fünf zwei weitere V8-Motoren mit 400 respektive 432 PS aus je 6,2 Litern Hub. Einzelradaufhängung, sechs Airbags, Servo, ESP, Traktionskontrolle sind in Serie an Bord, das Basismodell kostet 22.995 US-Dollar. Zuerst nur über Importeure zu kaufen, startet Chevrolet Ende 2011 den offiziellen Verkauf in Deutschland...

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